Natürlich darf man auch in den bekannten Kochbüchern nachlesen, was das jetzt genau für die Welt und jeden Einzelnen bedeutet. Aber man kann es ja auch versuchen, mal anders zu erklären.
Sonne ist unser wichtigster Taktgeber, quasi das Zentrum unseres Zeitsinns. Oder wenn man so will, das große Koordinationsprogramm, die Schaltzentrale, bei der alle anderen Zeit-Strings zusammen laufen, der kosmische "Time Mastermind".
Dieser Mastermind hat zwar auch grundlegende Eigenschaften, also Strukturen, die sich kaum verändern. Ihr Ausdruck aber schon, je nach dem wo sich dieses Zentrum eben gerade befindet. Aus unserer Erdlings-Sicht. Denn der Begriff Sonne im Krebs koordiniert ja zwei verschiedene Bereiche: einmal das Sonnenhafte selbst, zum anderen unsere Perspektive hier auf dem blauen Planeten.
Der tropische Tierkreis ist ja nichts anderes, als eine Darstellung der Erde-Sonne Beziehung. Auf ihrer jährlichen Reise um das Muttergestirn durchläuft die Erde verschiedene Abschnitte auf dieser Kreisbahn, mit Krebs ist eben eine davon gemeint.
Nun ist die kosmische Mechanik dieses Kreises etwas komplexer als es auf den ersten Blick scheint. Alles hängt irgendwie mit allem zusammen, was sich zum Beispiel gut bebildert über das System der sogenannten Zeichenherrscher zeigt. Jeder Abschnitt dieses Kreises hat eben auch wiederum einen speziellen Mastermind, der diesem seinen speziellen, energetischen Stempel aufdrückt. Das vorhergehende Zeichen Zwilling zum Beispiel folgt in seinem Ausdruck vorrangig den Eskapaden eines Merkurs. Hier werden Prozesse schon etwas flotter, beziehen sich stark auf unsere Gedankenwelten und alle Informationen, die über unsere sensorische Wahrnehmung verarbeitet werden.
Im Krebs wird das Ganze jetzt noch etwas schneller und abwechslungsreicher, denn in den nächsten vier Wochen hat unser kleiner Erdmond das Sagen. Und wie man weiß, durchläuft dieser einen ganzen Abschnitt des Zodiaks in knapp 2 1/2 Tagen. Heißt übersetzt: alle 2 1/2 Tage ändert sich auch dementsprechend das aktuelle Sonnenthema, folgt quasi dem kleinen Mond auf seiner Reise.
Entsprechend seiner Grundanlage beziehen sich aber die meisten Veränderungen auf unsere Empfindungswelten. Wenn Merkur also für die Informationen zuständig ist, die verarbeitet wurden, dann ist Mond so etwas wie unsere sehr persönliche Reaktion darauf. Hier kommt dann das Ergebnis dieser Verarbeitung in Form von Empfindungen und Gefühlen ans Licht. Beziehungsweise ins Bewusstsein. Manchmal aber auch nicht, dann erleben wir das nur als eine Art generellen Hintergrund, als gefühlte Basics, die alles andere beeinflussen.
Das kann sich dann auch schnell ändern, entsprechend der Wechselhaftigkeit von Mond.
Mal ein praktisches Beispiel, um die Komplexität dieser Zusammenhänge deutlicher zu machen:
Kurz nach dem Sonnenwechsel gab es auch einen Mondwechsel vom Zeichen Skorpon in den Schützen (kurz nach 10 Uhr). Der erste Stimmungsumschwung also (siehe Pfeil 1 im Bild),
Chef des Schützen ist aber generell Jupiter, der hat ab diesem Zeitpunkt also auch einen Hut auf, bestimmt mit, wie sich die Mondbereiche gestalten (2). Allerdings steht Jupiter immer noch in den Zwillingen, weshalb unser Freund Merkur wiederum bestimmt, wie es Jupiter geht (3).
Durch seine eigene Stellung im Krebs ist Merkur aber dem kleinen Mond unterstellt (4) und hier schliesst sich der Kreis endlich. Anders ausgedrückt: jeder Sonnenimpuls bekommt erstmal eine mondhafte Färbung, die sich aber den Jupiter-Themen anpasst, welche wiederum von Merkur gestaltet werden. Um dann schliesslich wieder bei Mond zu landen.
Ab hier wird es ein geschlossenes System (5,6,7 usw), ähnlich wie beim Billard. Der Ball läuft immer über drei Banden endlos weiter, bis er von selbst seine anfängliche Geschwindigkeit verliert. Astrologisch nennt man das ganze Prinzip: Dispositorenketten. Chef im Ring ist immer die Energie, die in dieser Abfolge zum ersten Mal ein Wiederholungstäter wird. Das es nun ausgerechnet in diesem Fall unser Mond ist, der ja auch das Zeichen Krebs dominiert, ist aber wirklich nur der aktuellen Zeitqualität als gesamtes geschuldet. Das wird sich in nächster Zeit auch ändern.
Das ganze Prinzip eines einzigen Zeichenwechsel ist also durchaus dynamisch und äußerst filigran. Nimmt man jetzt noch die einzelnen Aspekte der Planeten in eine Deutung auf, sowie die Häuserbewegungen während eines Tages, bekommt man ein ziemlich genaues Bild davon, was energetisch gerade passiert.
Energetisch wohlgemerkt, denn wie sich das dann zeigt, in welcher Form, hängt eben sehr von uns persönlich ab. Hier zeigt dann die Synastrie, der Vergleich zwischen unseren Anlagen (Radix) und den aktuellen Zeitbewegungen (aktuelle Stände), was uns individuell besonders anspricht und wie sich das ausdrücken könnte.
Ist also nix mit - wir haben Sonne im Krebs und deswegen werden wir uns alle in den nächsten Wochen so und nicht anders fühlen, und womöglich auch noch gleich. Das passiert dann vielleicht mal bei irgendwelchen bierseligen Großveranstaltungen, ist aber ansonsten Steinzeit-Astrologie. Manchmal ganz unterhaltsam, für die Arbeit mit den eigenen Innenwelten aber ungeeignet, weil erstens oberflächlich und zweitens falsch.
Aber damit hier niemand mit leeren Händen nach Hause gehen muss: bis Sonntag morgen (10:08 h) bietet sich förmlich an, mal allen neuen Ideen und Visionen nachzugehen. Mond-Jupiter Konjunktion quasi als Dauerthema. Alles kann besser werden, wir holen uns den Himmel auf Erden....
Nur nicht vergessen, danach wirds wieder saturnig, aber das muss einen ja nicht daran hindern, sich die Welt mal zwei Tage lang richtig schön zu träumen.
Wer´s gerne etwas genauer und persönlicher hätte, benutzt einfach das Kontaktformular auf Meta´s Mutterseite: Kontakt



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